Der Blog und seine Existenzberechtigung

Es stellt sich natürlich die Frage , warum ich nun über Dinge schreibe von denen ich keine Ahnung habe.
Diese Frage lässt sich sehr leicht beantworten. Zum einen scheint es in der Blogger-Szene geradezu Bedingung zu sein Sachverhalte zu beurteilen, die man nicht in einem winzigen Anteil ihrer Komplexität betrachtet hat, geschweige denn begriffen hat. Zweitens, wenn ich nur über Dinge schreibe, von denen ich wirklich Ahnung habe, so darf ich Garnichts schreiben.

Mit wem redet der Blogger denn eigentlich?

Jeder Blogger wird es mir bestätigen. Zu 90% mit sich selber. Er schreibt von seinen privaten Erlebnissen und glaubt danach ernsthaft, dass es jemanden interessiert was er geschrieben hat. Der Blog verleiht seinem Inhalt also allein dadurch Brisanz, dass er in jenem zu finden ist. Diese unfassbare Egozentrik und Naivität muss scheinbar jeder Blogger mitbringen. Ich kann jedoch vorallem Letztere bei mir nicht finden. In sofern geht dieser Blog in eine andere Richtung: 

Dieser Blog erhebt nicht den Anspruch interessant zu sein.


Die nächste Bloggerkrankheit besteht darin, sich selbst die Kompentenz zuzusprechen anderen Ratschläge zu erteilen. Ich habe meine Kompetenz in dieser Hinsicht stark geprüft und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich sie nicht besitze...

Dieser Blog enthält keinerlei Ratschläge.

Dem Titel  "Gott mein alter Kumpel..." folgend, besteht er jedoch nicht nur aus reinem Selbstgespräch:

Dieser Blog richtet sich auch an den Schöpfer höchst persönlich.

Kein Gläubiger würde daran zweifeln, dass der Allmächtige auch allwissend ist. So kennt er also den Inhalt dieses Blogs und könnte darauf ja auch entsprechend reagieren. Er wird sich einige Vorwürfe gefallen lassen müssen, aber dazu dann später mehr